Jausenstation & BackCafe Essinghausen

Angedacht war als Sonntagstour der 12. Mai, aber der Termin musste verschoben werden. Die Gelegenheit haben 

die Mädels  kurzerhand  für eine Erkundungstour Richtung Biggesee genutzt. Maggie hatte eine Jausenstation im Sinn.

Bevor man da allerdings mit einer Truppenstärke von bis zu 20 Rollern heranwalzt, macht es Sinn, sich die Örtlichkeiten anzusehen. Also ist ein kleiner mehrheitlich weiblicher Spähtrupp losgezogen und hat folgendes vorgefunden....

 

Jausenstation und Backhaus Cafe - Essinghausen. Nie gehört? Kein Wunder... es liegt so gut versteckt, dass vermutlich nur die Eingeborenen davon wissen. Dabei gibt es dort jeden Samstag frisches Brot aus dem Holzofen. Vielleicht auch diesen Sonntag, wer weiss... aber seht selbst: 

 

Damit der ursprünglich einmal geplante Tourtermin 12 Mai nicht sang- und klanglos untergeht hatten die Rollerladies die Idee, diesen Tag für eine kleine Erkundungsfahrt zu nutzen. Wer weiss, vielleicht entpuppt sich das Ziel ja als ein für die große Runde geeignetes Tourenziel. Das Ziel ist eine kleine Jausenstation in einem genauso kleinen Dorf namens Essinghausen. Muß man kennen... Maggie wusste davon - und auch, dass es dort frisch gebackenes Brot gibt. 

 

Kurzerhand trafen sich die Ladies mit einer Pseudolady namens Martina. Eigentlich ursprünglich mal Petra, wurde aber umgetauft während der Tour. Und noch eigentlicher Mathias, der die Damen freundlich um Mitfahrt angefragt hatte. Klar, machen wir... und so war Mathias-Martina dabei.

Los ging's wie immer beim bewährten Mäckes-Parkplatz, von dort raus aus GL, über Herkenrath und Bärbroich Richtung Lindlar bergauf, bergab, Frielingsdorf, Marienheide, Meinerzhagen, Wegeringhausen, Drolshagen. So die Strecke. Bis dahin war's einfach.

Irgendwo links hinter Drolshagen musste das verflixte kleine Nest sein. Also im Weiler Wenkhausen links rein, bergan gerollert - bis es hinterm letzten Bauernhof nur noch theoretisch weiterging - Durchfahrt nur für landwirtschaftliche Fahrzeuge frei. Hm, was nun? Umdrehen, den Weg zurück und - halt, stopp, kurz gebremst, angehalten, Eingeborene fragen... Die wußten dann auch ganz genau, wie man ohne Pferd oder Traktor zur Jausenstation kommt. Nämlich einfach die nächste links nehmen...

Gesagt, getan - es geht noch kurz bergan, da steht links ein kleines Schildchen mit Pfeil zur Jausenstation. Ziemlich schmal, der Weg. Wohl eher für Wanderer gedacht...

Also weiter, noch etwas höher bergauf - und dann wieder links einen schmalen befestigten Weg entlang der Wiesen und oben am Berg ist tatsächlich das kleine Dorf und die von außen sehr unscheinbare "Hütte". So verschwiegen gelegen - das ist der ultimative Bikertreff - nur ohne Biker und deshalb erholsam ruhig.

 

Noch eine kurze Anfahrt über etwas Schotter, aber es geht gut mit den Rollern. Die parken wir ein paar Meter den Hügel unter und -- jetzt nix wie  rein in die gute (Back)Stube.

Bei dem schönen Wetter hat uns der Wirt einen Tisch draußen reserviert, allerdings geschützt unter einem kleinen Dach. Schöner Platz! Innen ist der Backofen angeheizt, man kann einen kleinen Blick in die "Werkstatt" dahinter werfen und sieht auf die Mehlsilos. Die frischen Brote liegen auch schon in der kleinen Theke und jemand schiebt mit einer langen Holzschaufel Flammkuchen in den Ofen. Sieht lecker aus!

Ist tatsächlich auch lecker - die Speisekarte bietet verschiedene Variationen vom Flammkuchen und noch einiges mehr. Wir lassen es uns gutgehen, bestaunen andächtig die frischen Flammkuchen, bevor wir sie auf der Faust verputzen. Wie man hier im Bild sieht, ist die Andacht wohl gerade vorbei.

 

Drinnen im Backhaus beäugen wir noch die Räumlichkeiten - da ist ein separater Raum, in den wir alle Mann hoch - also in Clubabendstärke - auch hineinpassen würden. Wer weiß, vielleicht demnächst eine Clubtour mit Clubabend mittags im Backhaus?

 

Bevor wir die Rückfahrt antreten, fragt der Wirt, ob er von uns noch Fotos auf den Rollern machen dürfte. Gerne. Früher sei er selbst auch Motorrad gefahren - und gerade sieht er aus, als würde er liebend gern Brot Brot sein lassen und mitrollern...

Vor dem Start wird kurz der Parkplatz abgesucht - eine schwarze Schraube ist vermißt. Angies Roller hat 'ne Schraube locker bzw. dieselbe kurzerhand auf dem Schotterplatz weggeschmissen. Gefunden haben wir sie aber nach intensivem "Scannen" des Parkplatzes - und wir haben ja zum Glück Martina-Mathias, die sich als versierter Schrauber/in entpuppt.

Mit frischem Brot versorgt fahren wir zurück, gemütlich über die saftig grünen Hügel - Mai ist schon ein schöner Monat für Touren! Und natürlich steht als Abschluß noch das obligatorische Eis an. Angedacht ist die Eisbude in Bechen, aber Wipperfürth ist auch nicht schlecht. Nur die Anwohner, die oben auf ihrem Balkon alles beobachten, bemäkeln, dass wir an einer Ecke parken wollen: "Dat kost 70 Euro, wenn dat Ordnungsampt kommt"  Na dann parken wir eben ein Stück weiter, wir wollen Euch nicht das Vergnügen machen, erwischt zu werden.

 

Nach der kleinen Erfrischung - die Eisbude ist brummvoll - fahren wir entspannt die letzte Etappe bis zum "Bechemer Äsel", also dem kleinen Eselchen am Bechener Kreisverkehr. Die Gruppe teilt sich auf in diejenigen die über Odenthal nach Hause wollen und den Rest, der über GL zurück muss. Huphup, kommt gut heim !

Alle sind gut zu Hause wieder angekommen und diejenigen, die Brot gekauft hatten, geben zu, dass sie es auch - kaum zu Hause angekommen - sofort schon angeknabbert haben. Tja, dann wird die nächste Fahrt zur Jausenstation wohl eine Brot-Tour.

Hefeteigtour hatten wir ja schon :)