Mal wieder so richtig Dampf ablassen? Ja dann kommt mit am 1. Mai 26 zur Huserlandbahn... oder zum Haus Scheppen am 24. Mai 26 - siehe ganz unten...

Da hat sich doch wieder ein recht großer Trupp an Rollern am berühmten Mäckes-Parkplatz versammelt - alle wollen bei diesem wunderbaren Wetter raus! Geplant ist eine Tour zuerst zur Huserlandbahn, danach zum Unnenberg-Turm. 

Peter erklärt aber sogleich in seiner Ansprache, dass zum einen nichts hinsichtlich Verpflegung gebucht ist und man unterwegs am besten selbst zusieht, wo es was zu beißen gibt, denn der Imbiß am Unnenberg-Turm habe auch dichtgemacht. Notfalls gibt es eine Wurst im Huserland.

Als ob uns das berunruhigt.... wir fahren einfach mal los und sehen ja dann, was kommt. 

Das sehen wir recht schnell - kaum aus Bergisch Gladbach hinaus Richtung Altenberg fahren alle paar Meter einer oder gerne auch mehrere - und das am besten nebeneinander - Rennradfahrer durch die Gegend. Klar, die nutzen das Wetter zum Training für das nächste Rund-um-Köln-Radrennen. Ein bißchen lästig sind sie uns schon, aber meistens können wir sie elegant überholen, ohne dass unsere Rollerschlange auseinandergerissen wird. Nur die Gespanne haben es etwas schwerer, da wird's gelegentlich eng.

Später verlieren sich die Radfahrer - in den kleinen Dörfern hinter den grünen Hügeln rollen wir auf den schmalen Wegen fast ungestört und finden am Huserland sogar Platz für die Roller. Für die, die das Huserland nicht kennen, sei ein Blick auf deren website empfohlen. Kurz - das ist ein riesengroßer Spielplatz für Eisenbahnfans und Hühnerfreaks. Aber seht selbst:

Das ist nicht etwa eine Reihe Bänke, auf denen die Leute rittlings sitzen. Nein!

Sie sitzen auf den "Waggons" der Eisenbahn und lassen sich mit seligem Grinsen im Gesicht durch diese "Spielwiese" ziehen.

 

Mit vollem Einsatz wird von den Eisenbahnenthusiasten an diesen Bähnchen geschraubt und gebastelt und sogar eingeheizt - heute

ist "Andampfen" angesagt.

 

Hier ein paar Eindrücke:

Verdrahtet, verkabelt, hochgebockt - und die Tüte mit der Grillholzkohle steht in Reichweite....

Grillholzkohle? Ja klar, die normale Kohle ist ja viel zu groß für die lütten Loks.

Und "vorgeglüht" wird mit einem flammenden Karbidstein, der mit einer Art

Feuerzangenbowlenhalter in die Heizkammer der Lok geschoben wird.

Da hat Richard im richtigen Moment auf den Auslöser gedrückt und die hochkonzentrierte Arbeit an den kleinen Bähnchen perfekt eingefangen. 

Gut gemacht, Richard!

Die Atmosphäre in diesem wundersamen Gelände ist völlig tiefenentspannt, irgendwo in der Scheune im Untergeschoß gibt es sogar eine Wurst und etwas Kaffee gegen eine Spende, während oben drüber der Hühnerzuchtverein seine Prachtstücke präsentiert - inclusive Bergischem Kräher, der denn seinem Namen auch sogleich alle Ehre macht. Zu bestaunen gibt's diverse Eier von diversem Federvieh - es gibt sogar von Natur aus dunkelbraune Eier.

Praktisch - spart Ostern viel Arbeit...

und für 20 € kann man sich sogar ein Federvieh kaufen und selbst ausprobieren, ob es außer braunen auch noch andere Eier legen kann. Viel Spass dabei :)

Alles gesehen - und jeden Hahn einmal krähen gehört ?

 

Dann kann es weitergehen über die Hügel und Dörfer. Überall ist es sattgrün, der Flieder und die Rhododendren blühen in den Gärten und der Löwenzahn auf den Wiesen. Ein kräftiger Wind weht, aber der Himmel bleibt wolkenlos blau - herrlich ! Hie und da gibt es auch einen frisch gesetzten Maibaum zu bestaunen, dessen Bänder lebhaft im Wind flattern. Die Strecken sind ein Genuß für sich - immer wieder überraschende Ausblicke! 

Eine besondere Überraschung gibt es aber noch als Zugabe - Heiner gesellt sich als Gast am Unnenberg dazu. Was sogleich mit "ein seltener Gast" kommentiert wird. Stimmt, aber ein gern gesehener!

Nach dem Stopp am Unnenberg wird zurückgerollt. Trotz Rennradfahrerhindernissen war es eine entspannte Tour bei wirklich allerbestem Rollerwetter und die Kommentare sprechen für sich:



Aaaaaber...

Das war doch noch nicht alles. Der Mai kann doch sooo schön sein, vor allem auf einer Tour zum Baldeneysee zum Haus Scheppen. 

Rechtzeitig vorher, sozusagen zum "anwärmen", kommt als erstes Peters Wettervorhersage sowie der Tourenplan und dann auch die Abfrage, wer denn bei DEM WETTER wohl Lust hat...

Nachdem das Wichtigste geregelt ist, kann es losgehen, diesmal wieder mit einigen Gästen. Über wunderschöne kleine Nebenstrecken, die einen vergessen lassen, dass Pfingstsonntag ist - und damit auch vermutlich viel Freizeitverkehr - ist das Ziel Haus Scheppen erreicht. Jede Menge Zweiräder aller Arten begrüßen einen dort schon und der Baldeneysee blinkt cool-blau herüber.

So einladend... da könnte man glatt reinhüpfen. Oder gemütlich mit dem Bötchen drüberschippern.... Oder auch mit der Hespertalbahn den See entlangzockeln...

 

Aber nix mit reinhüpfen, etwas anderes erfordert Aufmerksamkeit, und zwar hoch oben in der Luft. Wurde vermutlich extra für uns hierherbestellt:

Oh, das ist ja mal ein angemessenes Willkommen für unsere Truppe! Dafür kann man sich schon mal den Hals verrenken.

So, da hat jetzt jeder

...was zu gucken, zu tun, zu machen...

oder einfach auch nur den schönen Tag zu genießen,

...Leute und ihre Bikes bestaunen,

chillen...

 

doch bevor das in eine Art Freizeitstreß ausartet, bläst Peter wieder zum Abflug.. äh, zur Abfahrt. Mit Zwischenstopp zum Auftanken.

Damit es nicht langweilig wird und die Tour als total tiefenentspannt in die Geschichte eingeht, gibt es unterwegs noch einen Stopp am Bootshaus in Ennepetal.

Danach, so glaubt man (noch), geht es dann zum Auftanken.

Nein, nicht die Roller auftanken... die halten durch! Aber unsere Kalorienbilanz braucht Nachschub - soviel ist klar!

Deshalb wird am Ende der Tour ein Verabschiedungseisstop eingelegt.

Also dann, auf nach Wipperfürth, zum süßesten unserer Ziele - der Eisdiele. 

 

Da ja bekanntlich der Teufel im Detail steckt und eine Tour ohne Vorkommnisse bei uns nicht im Programm steht, beginnt hier der Abenteuerteil der Tour. Und das ausgerechnet durch eine Straßensperrung, die so sonnenklar organisiert ist, dass es die Rollergruppe in zwei Teile reißt.

Die Gespanne haben es ja eh schon nicht leicht, aber dafür wird es hier auch nicht leichter - wo ist der beste Weg aus der Sperre? Da, wo die schmalen Einspurroller noch durchflutschen können ?

Wohl besser nicht, jetzt ist fahrtechnische Kreativität gefragt.

Aufgrund der magischen Anziehungskraft unseres Verabschiedungseis-Rituals gelingt es am Ende doch - alle wieder am Wipperfürther Marktplatz vereint - die Eisdiele zu stürmen.

Die haben echt Umsatz, wenn wir vorbeikommen...

 

...und manch einer bestaunt uns verwundert, dass wir bei dem warmen Wetter so doll dick angezogen sind. Klar, wir könnten auch locker-fluffig im T-Shirt und mit Schläppchen an den Füßen Roller fahren,  aber der Kontrast zwischen unserer Schutzverpackung und dem kühlen Eis hat auch was !

 

 Wo gibt es das sonst noch

- ein Verabschiedungseis ??

NIRGENDWO, nur hier bei uns!

Das lassen wir uns patentieren. Gebrauchsmusterschutz oder so...  

Steffi hat schon das passende Foto dafür gemacht:

Wenn das nicht cool ist, was dann ?

 

Frisch gestärkt rollt dann jeder nach Hause, voll mit den Eindrücken von diesem Tag, und freut sich auf

1. Helm runter

2. raus aus den warmen Klamotten

3. ran an den Kühlschrank

4. und her mit der Hopfenkaltschale - oder ähnlichem

5. ....und zischen lassen !

 

So, und wer's jetzt genau wissen will, findet hier wieder Steffis berühmte Tourstatistik:

 

 

Dass es wieder einmal eine rundum gelungene Tour war - das kann man in der WhatsApp-Gruppe nachlesen - oder hier: